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Bildungspolitik

Berufsbildung ist eine längerfristige Investition

Die Zahl der Lehrstellen ist in der Migros innert weniger Jahre um 49.8 % gestiegen. Echte Talente haben in der Migros grosse Chancen. Mit „New Talents“ startet die Migros das grösste Casting in der Schweiz. Auch in der beruflichen Weiterbildung überlässt die Migros nichts dem Zufall. Das Bildungsunternehmen Migros setzt auf lebenslanges Lernen.

Berufsbildung ist eine längerfristige Investition, die Weitblick, Stetigkeit und Kontinuität verlangt. Sie muss sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer an den längerfristigen Entwicklungen und Perspektiven des Wirtschafts-, Denk- und Werkplatzes Schweiz orientieren, den Veränderungen in der Arbeitswelt Rechnung tragen und gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigen

Berufsausbildung –Investition in die Zukunft
Die Migros hat deshalb über alle Wirtschafts- und Konjunkturzyklen hinweg ihr Ausbildungsangebot quantitativ und qualitativ konsequent erweitert.

 

Das breite Angebot an Ausbildungsplätzen wurde dabei mit der bestmöglichen Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsgängen und –formen innerhalb der Berufsbildung verbunden. Denn um den künftigen Anforderungen in der Arbeitswelt zu entsprechen, ist nicht ausschliesslich die Ausbildung in einem bestimmten Berufsfeld entscheidend, sondern vielmehr die Fähigkeit, sich flexibel den sich laufend verändernden Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt anzupassen.

 

Die Weiterbeschäftigung nach der Grundbildung ist ein erklärtes Ziel der Migros, das auch im Jahr 2009 umgesetzt wurde. Auf den staatlichen Appell hin, angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise die Zahl der Lehrstellen nicht zu reduzieren und die Jugendlichen nach ihrer Ausbildung weiter zu beschäftigten, haben andere Grossunternehmen erklärt, dass sie rund 50 % ihrer Lernenden nach Ausbildungsabschluss weiter beschäftigten würden.

 

In den einzelnen Migros-Genossenschaften und Industriebetrieben wurden von 1006 Lernenden, die ihre Ausbildung im Jahr 2009 abgeschlossen haben, 75 – 85 % weiterbeschäftigt, bei der Migros Bank sogar 94 %.


Die demographische Entwicklung wird, in Kombination mit dem Trend zur Hochschul-Bildung, Wirtschaft und Staat vor grosse Probleme stellen. Einerseits werden aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge bis 2018 12 % weniger Schulabgänger auf den Lehrstellenmarkt treten.

 

Andererseits stellt man eine nicht unproblemattische Entwicklung hin zu einer Erhöhung der Maturitätsquote fest; diese kann zu einer Lehrstellen-Selektion nach oben führen, bei denen die Schwächeren auf der Strecke bleiben.

 

Die Migros ist für diese Herausforderungen gewappnet. Damit auch schulisch schwächere Jugendliche eine echte Chance in der Arbeitswelt haben, sind für sie 20 % der Lehrstellen in der Migros für Attest-Ausbildungen reserviert.

 

Und mit der 2009 neu lancierten Kampagne „New Talents“ hat Migros die Weichen für ein Lehrstellenmarketing gestellt, in dem jedes Jahr für die Berufsausbildung in der Migros 1‘000 neue Talente gesucht werden. Die Migros führt damit das grösste Casting in der Schweiz durch.

 

 

Weiterbildung – lebenslanges Lernen
Eine zukunftsgerichtete Berufsbildung, und damit ein Bildungsunternehmen wie die Migros, kann sich nicht mehr darauf beschränken, auf einen Beruf hin auszubilden, sondern muss gleichzeitig die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und die Fähigkeit der Berufsleute, ihre Kompetenzen und ihr Wissen in fachlicher und sozialer Hinsicht zu erweitern, einschliessen. Das lebenslange Lernen ist Realität. Neben betrieblichen Lernchancen und Aufstiegsmöglichkeiten ist deshalb ein differenziertes Weiterbildungsangebot erforderlich.

 

Berufliche Weiterbildung wird in der Migros nicht dem Zufall überlassen. Sie erfolgt über ein Kompetenzmodell systematisch, damit sichergestellt ist, dass sie den persönlichen und betrieblichen Bedürfnissen entspricht, sie die erforderlichen Schlüsselqualifikationen fördert und langfristig wirksam ist. Bei den periodischen M-FEE-Gesprächen werden die notwendigen Massnahmen erörtert und vereinbart.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Hinblick auf die bestmögliche Erfüllung ihrer betrieblichen Funktion und die Entwicklung der dafür notwendigen Kompetenzen ein Recht auf bezahlte berufliche Weiterbildung. Das heisst, dass das Unternehmen während der Weiterbildung den vollen Lohn entrichtet und die Kosten für die Weiterbildungsmassnahme übernimmt. Das Recht auf eine solche Weiterbildung ist nicht auf eine bestimmte Anzahl Tage beschränkt.

 

Im Jahr 2009 haben die Migros-Unternehmen insgesamt über 35 Millionen Franken – Lohnzahlungen während der Weiterbildung und sonstige Absenzkosten nicht eingerechnet – in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert.

 

Modernes Bildungsunternehmen
Die Migros ist mit 3‘264 Lernenden, die in 40 Unternehmen in über 40 verschiedenen Berufen ausgebildet werden, die grösste private Ausbildnerin in der Schweiz.

 

 

Zwischen 2002 und 2009 stieg die Zahl der Lernenden um 49.8 %. Seit dem Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes 2004, das zu einer eigentlichen Modernisierung der Berufsbildung geführt hat, betrug der Anstieg 20.13 %. Die Migros hat gezielt die neuen, zukunftsgerichteten Bildungsgänge eingeführt und in enger Zusammenarbeit mit den anderen Verbundpartnern der Berufsbildung zahlreiche Berufsausbildungen reformiert.

 

 
 

Hohe Lehrlingsquote im Dienstleistungssektor
Die Migros weist im Vergleich zu anderen Grossunternehmen eine signifikant höhere Lehrlingsquote (Verhältnis Lernende / Vollzeit-stellen) auf. Damit setzt sie gerade im Dienst-leistungssektor, in dem sonst weniger Berufs-ausbildung erfolgt als im industriell-gewerblichen Sektor, einen Kontrapunkt für eine hohe Ausbildungsintensität.

 

 

 

 

 

 

 

 

1‘100‘000 Stunden persönliche Weiterbildung
84 % der beruflichen Weiterbildung in der Schweiz werden von Firmen finanziert. Diese Zahl beweist, was längst kein Geheimnis mehr ist: Die Weiterbildungsausgaben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Investitionen in die Zukunft und den Fortbestand jeder Unternehmung.

 

Motivierte und kompetente Mitarbeitende sind die beste Visitenkarte einer Firma. Genauso motiviert und kompetent muss die Ausbildungsinstitution sein, der man die Weiterbildung der Mitarbeitenden anvertraut. Langjährige Erfahrung, Praxisbezug, Zuverlässigkeit, Angebotsvielfalt und Beratungs-Knowhow sind zentrale Faktoren, wenn es um die Evaluation der geeigneten Weiterbildungsinstitution geht.

 

Mit der Klubschule hat die Migros auch für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Angebot quasi im Hause. Unterstützt durch die Unternehmen, realisieren allein für ihre persönliche Weiterbildung jährlich rund 8‘000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migros an der Klubschule rund 1‘100‘000 Unterrichtsstunden.

Wer sich in seiner Freizeit für sein berufliches Fortkommen einsetzt, wird auch dort von der Migros unterstützt. Beim Besuch von Lehrgängen und Kursen in den Klubschulen Migros, die zu den führenden Anbietern in der modernen Erwachsenenbildung gehören, besteht Anspruch darauf, dass sich das Unternehmen an den Kosten der persönlichen Weiterbildung beteiligt.

Migros nützt auch im Rahmen der Weiterbildung die Möglichkeiten, die das neue Berufsbildungsgesetz eröffnet hat. Dieses sieht bekanntlich vor, dass die Erfahrung von Berufsleuten, die keinen Berufsabschluss, dafür aber mindestens fünfjährige berufliche Erfahrung in einer Tätigkeit haben, die im Rahmen einer beruflichen Grundbildung gemäss den Bildungsverordnungen als Beruf erlernt und abgeschlossen werden könnte, als Ausbildungszeit angerechnet wird. Dieses Instrument ermöglicht es unter anderem, das Potential der Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger auszuschöpfen.